FUE und DHI werden häufig als konkurrierende Verfahren dargestellt. Bei beiden Ansätzen können Grafts einzeln aus dem Spenderbereich entnommen werden. Der praktische Unterschied betrifft meist die Vorbereitung der Empfängerstellen und das Einsetzen der Grafts.
Wie funktioniert FUE?
Grafts werden mit einem manuellen oder motorisierten Punch entnommen. Anschließend werden Empfängerstellen vorbereitet und die Grafts dort eingesetzt. Richtung, Winkel und Verteilung sind für ein natürliches Erscheinungsbild wichtig.
Wie funktioniert DHI?
Bei der als DHI vermarkteten Methode werden Grafts in Implanter-Stifte geladen und mit diesen Instrumenten eingesetzt. Sie kann in ausgewählten Fällen Arbeiten zwischen bestehenden Haaren oder eine begrenzte Rasur ermöglichen. Sie bedeutet nicht automatisch mehr Dichte oder ein besseres Ergebnis für jeden Patienten.
Was beeinflusst die Wahl?
- Größe des Behandlungsbereichs
- Spenderkapazität und Haardicke
- Verteilung des vorhandenen Haars
- Ziele für Dichte und Haarlinie
- Erfahrung des Teams mit der Methode
- Dauer des Eingriffs und Umgang mit den Grafts
Ist Saphir-FUE eine eigene Methode?
Saphir-FUE bezeichnet einen FUE-Ansatz, bei dem Saphirklingen zur Vorbereitung der Empfängerstellen verwendet werden. Das Material der Klinge allein bestimmt nicht die Qualität. Design, Winkelkontrolle, Gewebebehandlung und Schutz der Grafts tragen gemeinsam zum Ergebnis bei.
Was sollten Sie fragen?
Fragen Sie, wer jeden Schritt durchführt, warum die vorgeschlagene Methode zu Ihrem Fall passt und welche Alternativen bestehen. Eine nachvollziehbare Empfehlung verbindet die Methode mit Ihrer Anatomie, den Grenzen des Spenderbereichs und dem langfristigen Haarausfallmuster.